News

14. Juli 2018 - sei dabei beim 5. MTUT!

Weiterlesen...

Neue Herzbefunde (Herzuntersuchung auf DCM) aktualisiert!

Weiterlesen...

Der Hundeprofi unterwegs - Samstag, 19.11.16 - 19.10 Uhr auf VOX!

Weiterlesen...

Wir waren im Januar zur Kontrolle mit Qiu vom Bayrischen Löwen an der LMU!

Weiterlesen...

PAUL vom Bayrischen Löwen sucht ein neues Zuhause

Weiterlesen...

OMERTA -
der züchterische Kodex des Schweigens

By Sierra Milton

Was haben die meisten Züchter von heute und die Mafia gemeinsam? Was für eine seltsame Frage, werden Sie sagen. Traurigerweise ist es eine sehr reale Gemeinsamkeit. Die Antwort ist einfach das, was Padgett, ein sehr bekannter Genetiker, bei Züchtern als den "Kodex des Schweigens" bezeichnet und über das vielleicht in Bezug auf die Cosa Nostra öfters in der Öffentlichkeit als "omerta" diskutiert wird. Beide sind tödliche Schweigen. Der Grund für das verschwörerische Schweigen ist, wenn es um Kriminelle geht, einfach zu verstehen, aber welchen Grund kann ein Züchter möglicherweise haben, die "omerta" zu bewahren?

Der Grund, der am häufigsten dafür angeführt wird, dass das Wissen über die genetischen Eigenschaften von Zuchthunden nicht geteilt wird, ist die Angst davor, das Opfer einer "Hexenjagd" zu werden. Der wahre Grund liegt jedoch viel tiefer. Er hat mit Besitz und dem menschlichen Bedürfnis danach zu tun, dass das, was man selbst besitzt, das Beste sein muss. Denken Sie nur an die Mentalität, den Nachbarn in nichts nachstehen zu wollen. Jeder will das Allerbeste und dafür auch anerkannt werden. Zuzugeben, dass das, was einem gehört oder das man gezüchtet hat, einen Fehler haben könnte, ist für die meisten Menschen schwierig. Ein weiterer Grund ist, dass Züchter enorm viel in finanzieller und gefühlsmäßiger Hinsicht in ihre Hunde investieren. Die Erkenntnis, dass es möglicherweise Gendefekte bei den Deckrüden und Zuchthündinnen gibt, in die die Züchter soviel investiert haben, macht Angst und bringt viele dazu, nicht einmal darüber nachzudenken, dass ihre Hunde Schadgene besitzen könnten. Egoismus und die Angst als ‚schlechter" Züchter abgestempelt zu werden, sind letztendlich die Gründe dafür, dass Züchter sich an diesen schädlichen Kodex des Schweigens halten.

Aber sogar noch gefährlicher als der Kodex des Schweigens ist die Weigerung, sich eingehend mit dem Gedanken zu befassen, dass Schadgene in einer Zucht vorhanden sein können und dass sie womöglich für Generationen da sind und sich in vielen Zuchtlinien ausbreiten, bevor sie offensichtlich werden. Könnte es möglich sein, dass Hunde, die äußerlich gesund erscheinen, tatsächlich gefährliche, manchmal tödliche Gene im gesamten Genpool solange verbreiten, bis schließlich zwei gesunde Überträger des Schadgens verpaart werden und diesen ersten erkrankten Nachkommen hervorbringen, von dem alle reden?

Natürlich ist das so und hin und wieder erklären uns die Genetiker, wie das möglich sein kann. Simpel gedacht, können Züchter die Schadgene nicht sehen und, was sie nicht sehen, exisitiert nicht. Wenn man dieser Logik folgt, müssten all die nicht getesteten Hunde innerlich so wunderschön gesund sein wie es ihrer äußerlichen Schönheit entspricht. Wenn diese Logik nur wahr wäre! Unglücklicherweise wird viel mehr Wert auf strukturelle und oberflächliche Schönheit gelegt, weil das etwas ist, das man leicht sehen, anerkennen und erhalten kann. Und das geht sogar ohne "unnötige" finanzielle Investitionen. Man muss kein Geld für Röntgenaufnahmen oder Bluttests oder das Wissen von Experten ausgeben, um herauszufinden, ob ein Hund dem Äußeren nach dem Standard entspricht.

Aber die wahre Gefahr kommt nicht von den Hunden, die getestet wurden, sondern von den Züchtern, die den Kopf in den Sand stecken und nicht glauben wollen, dass ihre Hunde etwas anderes als perfekt sein könnten. Wir können nur Fehler beheben, die wir offenbaren, aber das, was verborgen bleibt, ist eine Gefahr für die Zukunft. Aber hier ist die "omerta", der Kodex des Schweigens, offensichtlich. Diese Züchter halten nicht nur fest an dem Glauben, dass ihre Hunde unbefleckt von Schadgenen, strukturellen Schwächen oder Wesensschwächen sind, sondern sie glauben auch, dass keiner der Hunde, für die sie sich als Deckpartner für ihre Zucht entscheiden, möglicherweise auch ein Überträger sein könnte. Schließlich verpaaren sie nur mit den Besten und natürlich müssen diese Besten perfekt sein.

Nun geschieht das wahre Verbrechen. Diese Züchter sind oft sehr erfolgreich auf Ausstellungen; ihre Hunde werden für die besten gehalten - schließlich haben sie Rosetten, Platzierungen und Titel, um zu beweisen, wie wertvoll ihre Hunde sind! Aufgrund ihres Erfolges im Showring werden sie als Autoritäten in Bezug auf die Rasse angesehen, als Leute, denen Neulinge aufgrund ihres Wissens und Kenntnissen vertrauen. Und die Informationen, die diese Neulinge erhalten, sind die, dass es keine genetischen Probleme gibt, über die man besorgt sein müsste, und dass es keinen Grund gibt für die "teuren Tests, solange die Hunde so gesund sind". Ein noch größeres Desaster für die Zukunft der Rasse ist es, dass die Haltung dieser Züchter sich durchzusetzen beginnt. Der Neuling sieht den Erfolg der Hunde dieser Züchter und kauft sie (obwohl nur bei wenigen, wenn überhaupt, nur die rudimentärsten Tests auf strukturelle Fehler, Krankheiten oder Defektgene gemacht wurden). Der Neuling investiert nun Geld und Gefühle, um das zu beschützen, das diese Haltung weiter verbreitet - mit vorhersehbaren Folgen. Und weil diese Züchter eine "Macht" in Bezug auf die Rasse darstellen (sie sind oft Zuchtrichter, Leute, die Seminare über die Rasse halten, Züchter, die die Welpenpreise und die Deckgebühren vorgeben oder Züchter, die man oft gewinnen sieht), nutzen sie diese "Macht", um sicher zu stellen, dass es unethisch wird, über irgendwelche Defekte zu diskutieren, egal ob in Bezug auf Gesundheit oder das Wesen, die man in den Stammbäumen ihrer Deckrüden, Zuchthündinnen oder deren Nachkommen finden kann.

All zu häufig hört man "Ich wage es nicht, etwas zu sagen, weil ich gewinnen möchte" oder "dort gibt es drei Linien mit Epilepsie (oder ein Herz-, Augen- oder irgendein beliebiges Gesundheitsproblem), aber sie müssen ja nichts davon wissen". Natürlich müssen wir darüber Bescheid wissen. Wie sonst sollen wir intelligente Entscheidungen darüber treffen, welche Hunde am besten dem Wohl der Zukunft dienen, die wir für unsere Hunde planen, wenn nicht dadurch, dass wir nicht nur die äußere Schönheit, sondern auch die verborgene Genetik, die wir versuchen zu verbessern, in unsere Überlegungen einbeziehen?

Was ist nun mit den Züchtern, die offen über die Fehler diskutieren, die sie bei ihren eigenen Hunden entdecken? Unglücklicherweise werden sie viel zu oft als "schlechte Züchter" abgestempelt und ihre Hunde "fehlerhaft" genannt. Sie werden geschnitten, über sie wird getuschelt und sie werden verhöhnt. Und allein die Tatsache, dass diese Züchter sich darum bemühen, ihr Wissen offen zu teilen und ihre Hunde wissenschaftlich testen zu lassen, lässt sie zu Opfern einer "Hexenjagd" genau durch die Leute werden, die entweder zu geizig, zu gedankenlos, zu egoistisch oder zu uninteressiert gegenüber der Zukunft, als dass sie ihre Hunde auch nur testen lassen, und die viel zu wenig Mut haben, um über ihre Hunde ehrlich zu diskutieren. Anstelle diese Züchter, die sich dafür entscheiden, ihr Wissen mit anderen zu teilen, zu loben, werden sie verhöhnt und zur Strecke gebracht. Als Folge davon und aufgrund unserer menschlichen Natur, die danach verlangt, lieber ein Mitglied einer Gruppe als ausgegrenzt zu sein, machen die Züchter das, was sie am besten können - sie bewahren Schweigen und lügen und weigern sich zuzugeben, was sie wirklich wissen.

Wenn immer mehr Neulinge sich einer Rasse zuwenden und unerfahrene Züchter und Aussteller auf den fahrenden Zug von Ausstellungen, Hundehaltung und der Kunst des Züchtens aufspringen, wenden sie sich an die Züchter, die gewinnen, weil sie die Siege mit einer überlegenen Qualität der Hunde gleichsetzen. Deshalb sind diese Züchter fest entschlossen, dass nichts Schlechtes über irgend einen ihrer Hunde heraus kommt, und festigen damit innerlich die Vorstellung von der Perfektion der von ihnen gezüchteten Hunde und steigern weiter die finanziellen und emotionalen Aufwendungen, die sie dafür benötigen, ihre Theorie aufrecht zu halten. Im Showring zu gewinnen hat nichts mit genetischer Gesundheit zu tun. In der Tat ist eine große Zahl von Siegerhunden zumindest Überträger von Erbkrankheiten und in einigen Fällen sogar selbst an Erbkrankheiten erkrankt. Während in Abhängigkeit von Art und Schwere eine Erbkrankheit selbst niemals einen Hund von vorneherein aus dem Genpool ausschließen sollte, sollte es absolut selbstverständlich sein, dass sich die Leute bewusst sind über jeden Porblem, um überlegt züchten zu können. Zu aller mindest müssen die Hunde, mit denen der Hund verpaart wird, getestet und ihre Stammbäume gründlich studiert worden sein, um das Risiko, dass mehr Hunde erkranken oder Überträger der Krankheit werden, zu begrenzen. Weil die Sieger jedoch nicht als "schlechte Züchter" abgestempelt werden oder ihren Ruhm, der beste zu sein, verlieren wollen (genauso wenig wie sie einen möglichen finanziellen Verlust wollen, weil sie Welpen nicht mehr so teuer verkaufen oder nicht mehr so hohe Deckgebühren verlangen können), wird der "Kodex des Schweigens um so herzlicher umarmt.


Weil die Neulinge akzeptiert werden wollen, vermeiden sie es, über die Deckrüden und Zuchthündinnen zu reden, die schlecht vererben, egal ob es sich dabei um strukturelle Probleme, die Gesundheit oder um Wesensschwäche handelt. Außerdem haben sie nun schon Geld und Gefühle investiert zusätzlich zu dem Wunsch im "Club der Sieger" akzeptiert zu werden. Es kann sogar sein, dass sie gewisse Tendenzen in der einen oder anderen Linie ihrer Stammbäume erkennen, aber sie weigern sich, diese Tendenzen zuzugeben und halten sie aus der Angst abgestempelt zu werden geheim.


Während die Züchter auf der einen Seite nicht offen zugeben, dass es irgendwelche Probleme gibt, versuchen sie andererseits das Risiko für die aufgetauchte Krankheit dadurch zu verringern, dass sie mit einer völlig anderen Linie auszüchten. Dr. Jerold Bell, ein sehr bekannter Genetiker, sagt über diese Methode folgendes: "Der Versuch, durch wiederholte Auszuchten schädliche rezessive Gene zu verdünnen, ist keine wünschenswerte Methode zur Kontrolle von Erbkrankheiten. Rezessive Gene können nicht verdünnt werden; sie sind entweder da oder nicht. Das Auszüchten von Überträgern vermehrt und verbreitet das/die Schadgene im Genpool. Ist eine Hund ein bekannter Überträger oder hat gemäß Stammbaumanalyse ein hohes Risiko, Überträger zu sein, kann er aus der Zucht genommen werden oder durch einen oder zwei Nachkommen von guter Qualität ersetzt werden, in der Hoffnung, das Schadgen zu verlieren."

Leider lässt die Weigerung eine Erbkrankheit zuzugeben oder darauf zu testen sie nicht verschwinden. Was wir nicht sehen können, hat immer noch einen riesigen Einfluss auf die Rasse und durch die fortgesetzte Zucht mit den Trägern der Schadgene hält der Defekt die Rasse immer stärker im Griff. Jene Züchter, die sehr darum bemüht sind, gesunde Hunde zu züchten und jede wissenschaftliche Methode anwenden, um die genetische Gesundheit zu sichern, werden für gerade diese Hingabe verhöhnt, für die sie gelobt werden sollten; die Bemühungen, die sie unternehmen, werden im besten Fall heruntergespielt, häufiger aber als "unnötig" oder "Panikmache" verspottet. Die Folge ist, dass die Züchter alleine arbeiten und ihre Bemühungen außerhalb ihrer Zucht nur einen geringen Einfluss auf die Rasse als Ganzes haben.


Omerta kann nicht nur durch Menschen gebrochen werden, die den Mut und die Überzeugung haben, mit Leidenschaft sicher zu stellen, dass die Rasse als Ganzes stärker und gesünder wird. Anstelle diejenigen, die den Kummer haben sich mit Problemen rumzuschlagen, auch noch mit einer Hexenjagd zu verfolgen, sollten es sich jeder Zuchtverein in jedem Land zum Ziel setzen, die zu loben, die den Mut und die Entschlossenheit zur Offenheit haben.
Zusätzlich zu den Preisen, die Züchter erhalten, deren Hunde am häufigsten gewinnen, sollte den Züchtern Preise verliehen werden, die unermüdlich an der Verbesserung der Rasse arbeiten. Ein hübsches Aussehen und Schönheit verbessert keine Rasse; genetische Gesundheit und die Möglichkeit ein Schmerz freies, gesundes Leben zu leben überragt Schönheit bei weitem, ist aber viel schwerer zu erreichen.


Die Kosten für genetische Tests sind nicht hoch, wenn man die Folgen betrachtet, die die Weigerung zu testen, für die Rasse haben kann. Fragen Sie irgendeinen erfahrenen Züchter, dessen Rasse an Herzproblemen, Blutkrankheiten, Augen- oder Hüftprobleme leidet, ob sie mangelnder Weitsicht und der Weigerung vergangener Züchter, weiter finanziell in die Rasse zu investieren, die Schuld für die nun schier unüberwindlichen Probleme geben und die Antwort ist vorhersehbar. In Großbritannien ist es möglich für insgesamt ungefähr 295 englische Pfund (weit weniger in den USA), was weniger als der Preis eines Welpen oder die Deckgebühr ist, durch zertifizierte Spezialisten auf Hüften, Ellenbogen, Augen, Herz, Blut und Krankheiten des Immunsystems testen zu lassen. Es ist möglich, viel weniger zu testen, aber zu welchen Kosten? Wird die Rasse in der Zukunft an Herzproblemen leiden, weil eine einfache stethoskopische Untersuchung für 7,50 Pfund (die durch eine durch den Rasseverein (Boxer) gesponsorte Klinik durchgeführt wird) zu dieser Zeit nicht wichtig war? Wird die Rasse damit konfrontiert sein, in einigen Jahren versuchen zu müssen Blindheit herauszuzüchten, weil eine 16 Pfund teure Augenuntersuchung (die monatlich von eine der vielen Augenkliniken angeboten oder sogar umsonst ist, wenn sie von Augenärzten bei der jährlich stattfindenden Crufts Dog Show gemacht wird) als überflüssig betrachtet wurde? Wird ein Nachkomme von Schmerzen erfüllt sein aufgrund schlechter Hüften und/oder Ellenbogen, weil die Rasse im Showring sich gut bewegte und augenscheinlich nicht dysplastisch aussah? (Röntgenaufnahmen für die Untersuchung von Hüften und Ellenbogen sind die teuersten Untersuchungen bei einem Preis von ca. 110 Pfund für Hüften und zusätzlichen 80 Pfund für die Ellenbogen, wenn das zusammen mit den Hüften gemacht wird; leider braucht man 6 Aufnahmen um die Ellenbogen zu untersuchen und die Kosten spiegeln die Anzahl der benötigten Aufnahmen wieder). Untersuchungen für Dinge wie der von-Willebrands-Krankheit (vWD) und eine Schilddrüsenuntersuchung (Immunsystem) kann günstig als Bluttest für etwa 30 bzw. 50 Pfund gemacht werden. Zugegeben, Untersuchungen auf diese Krankheiten garantieren nicht, dass ein Problem in zukünftigen Verpaarungen nicht auftreten, aber Tests reduzieren in großem Umfang das Risiko für Probleme und das ist ein guter Startpunkt.

Wenn ein Züchter keine Nachweise in Form von tieräztlichen Urkunden oder Befunden dafür erbringen kann, dass genetische Tests durchgeführt wurden, sollte sich der Welpenkäufer darüber bewusst sein, dass er auf eigenes Risiko kauft. Caveat emptor! Vielleicht versichert der Züchter, dass sein Hund nie gelahmt hat oder es gäbe kein Grund für eine Untersuchung, weil die Rasse gesund sei. Manche beteuern vielleicht sogar, dass der Tierarzt gesagt habe, ein genetischer Test sei unnötig. Solche Einstellungen sind unverantwortlich. Noch einmal - Gene sind unsichtbar und Überträger rezessiver Gendefekte können äußerlich gesund aussehen. Nur durch Untersuchungen wissen wir wirklich, ob unsere Hunde erkrankt sind oder nicht, und nur nach einer ehrlichen Analyse von Stammbäumen auf getestete und erkrankte Hunde, wie hoch das Risiko für Überträger ist.
Was können wir tun, um den tödlichen Kodex des Schweigens zu brechen? Die Mehrheit, wenn nicht alle, Zuchtvereine haben einen Ehrenkodex, der die Mitglieder verpflichtet, gesunde Hunde zu züchten. Die Vereine sind einer der Startpunkte. Anstelle soziale Einrichtungen oder "he, alter Junge!"-Klubs zu sein, könnten diese Zuchtorganisationen damit anfangen, das ganz reale Ziel, die Zukunft einer Rasse zu beschützen, zu wahren, indem sie vorschreiben und verlangen, dass Gesundheitstests vor dem Zuchteinsatz durchgeführt werden. Viel schwer wiegender als eine 16 Monate alte Hündin zu belegen ist die Praxis zu züchten, bevor man nicht jede mögliche Vorsichtsmaßnahme ergriffen hat, da die genetische Gesundheit an erster Stelle steht. In manchen Vereinen werden "schlechte Züchter" eher am Alter ausgemacht, in dem eine Zuchthündin das erste Mal belegt wird, oder an der Häufigkeit der Würfe als dem sehr realen Kriterium, ob der Nachweis der Gesundheit obligatorisch vorhanden ist. Legen Sie den Schwerpunkt auf Siege - wie viele Vereine bestimmen den "Züchter des Jahres" nach der Anzahl der Nachkommen, die gewinnen. Gibt es Vereine, die tatsächlich verlangen, dass Züchter nachweisen, dass sie alles Mögliche getan haben, die Zukunft der Rasse zu sichern?

Wir können den Kodex des Schweigens brechen, indem wir jene loben, die mit Mut und Entschlossenheit über Probleme sprechen und Erfolge und Wissen teilen, anstelle sie zu ächten. Omerta schlägt fehl, wenn jeder Welpenkäufer und jeder Hündinnenbesitzer verlangt, Nachweise für genetische Tests zu sehen. Der Kodex des Schweigens bricht zusammen, wenn uns klar wird, dass es nicht ausreicht, Siegerhunde zu züchten oder Höchstpreise für Welpen zu verlangen oder einen Deckrüden zu besitzen, der 50, 60 oder 100 Mal eingesetzt wurde; wir alle müssen die Leidenschaft wieder finden, mit der wir alle anfänglich unsere Rasse umarmt haben und mit Entschlossenheit hingebungsvoll an einer Zukunft arbeiten, in der die Anzahl der Erbkrankheit in jedem Jahr verringert wird.

Wenn Sie welche kennen, die ohne Tests züchten, dann fragen Sie sich selbst warum - ist es der Mangel an Mut, weil sie in ihrem Zuchtbestand Überträger finden könnten? Ist es die Angst vor finanziellen Verlusten, wenn sie testen? Ist es, weil sie ernsthaft glauben, dass ihre Hunde unmöglich etwas anderes als perfekt sein können? Ist es, weil sie fürchten ihren guten Ruf als "Top-Züchter" zu verlieren, wenn sie zugeben, dass Probleme da sind, an denen gearbeitet werden muss? Ist es, weil sie fürchten, dass es schwieriger sein wird, schöne und gesunde Hunde zu züchten? Oder haben sie die Leidenschaft verloren, mit der sie anfangs die Rasse geliebt haben, während sie die Erfolgsleiter hoch geklettert sind? Oder, was noch trauriger ist, ist es, weil ihnen das, was sie nicht mit eigenen Augen sehen können, in Wirklichkeit egal ist?
Es ist harte Arbeit und es erfordert großen Mut eine Zucht aufzubauen und sich dabei wissenschaftlicher Methoden und Test zu bedienen, aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft sollte uns allen ein hundertprozentiger Einsatz wert sein. Der Schlüssel dazu ist, dass wir fähig sind ohne Angst vor Getuschel oder Schweigen zusammen zu arbeiten. Omerta, der Kodex des Schweigens, kann gebrochen werden, wenn sich mehr von uns dafür entscheiden, dass wir das Stillsein nicht länger hinnehmen werden.

copyright Sierra Milton
contact:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

(aus dem Englischen von Silke Sandberg)

 

Der Text kann und soll weiter gegeben werden, unter der Bedingung, dass Sierra Milton von jeder Veröffentlichung um Erlaubnis gefragt wird und ihr copyright sowie ihre email-Adresse beim Text erscheinen.

 

Zur Ahnentafelrecherche können wir wärmstens folgende Datenbank empfehlen:

Dobermann Pedigree Database